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19. Christbaum kommt dieses Jahr aus dem Wegenstetter Wald - ist aber bezahlt. Reto im Larvekäller.
17. Weihnachtsessen des 'Basler Stamm in Züri', diesmal eine kleine Runde: Cedeka, Ce, Robi, Leonz, Urs. Fein und gemütlich im Tapas&Friends, danke Robi,für's Organisieren
16.
 Weihnachtsessen von Claudia mit dem Spital in der Osteria Tre. Sie schwärmt - und die anderen offenbar auch.
14. Damit die Zähne länger halten, holt Urs heute die Spange für die Nacht ab.
12. Wieder feines Adventsessen bei Ellen - nochmals herzlichen Dank!
06. Reto im Larvekäller. Urs hängt die Weihnachtsbeleuchtung auf. Claudia trifft Christoph in der Stadt. Zum - diesmal eher ungewöhnlichen - Santiglaus-Znacht treffen sich alle im Picobello.
05. Kurz in die Mühle Fläsch gefahren, Capuns gegessen und Wein abgeholt.
Dezember 2015

31. Kostümteile für unser Dienstagzügli gepostet. Wir 10-er-Grüppli fallen sicher auf.
30. Urs kann seine neue Dienstagslarve im Käller abholen
25. Reto im Larvekäller: letzter Schliff
24. tolle Party von Güggi in den baselcitystudios; manche liebe Freunde wieder getroffen; vielen lieben Dank Güggi! Obwohl letzte Nacht schon wenig geschlafen, fahren wir erst nach 2 nach Hause. 
23. spitzenmässiges revival-Treffen in der Jagdhütte; mit dabei Güggi, Robi, C, Migi und ul. Migi, Dir nochmals ganz herzlichen Dank!
20. Vogel Gryff. Am Abend gehen wir vors Spitz und von da mit Retos Olympia-Kollegen und vielen anderen in einer kleinen Runde hinter Wild Ma, Leu und Gryff her.
18. etwas hektische Telefoniererei. Guido ist mit Knöchelbruch in der Klinik Gut, bereits operiert. Doris in Wien bis am Montag Abend. Vito deswegen bei Paul. Norma hat nach dem schon länger zurückligenden Unfall die Platten und Schrauben aus dem Fuss nehmen lassen aber leidet auch noch.
17. gehen ans Offizielle von den Jungen. Schöne Vorträge, hohes Niveau. Wieviel üben die wohl in der Woche? Im Anschluss fein Moules im Sperber zum Znacht
16. haben letztes Wochende für London gebucht. Hätten wir am kommenden weekend gebucht, wäre es günstiger gekommen...
10. long time no see. Nach längerem wieder einmal in homepage eingeloggt.
09. Team-Weihnachtsessen im Viertelkreis mit diversen ungeplanten Änderungen im Menu Halb-Surprise
07. 'Schwarze Mittwuch' im Löwenzorn
05. Wiederbeginn Schule und Arbeit. Kleiner Eingriff für Urs wegen einer Ziste am Hals bei Prof. Büchner
03. Heimfahrt mit dem Audi, ab Chur im Regen
02. heute wieder Skirennen; diesmal auf den bekannten Hang in Pontresina. Und wieder wird es eine Goldmedaille für Reto! Nach den letztjährigen zwei goldenen an zwei Starts ist er definitiv der Skischulschrecken von Pontresina und v.a. für die Kiefer-Buben aus Zürich. Am Abend sind wir zum feinen Znacht in der Stüva im Walther von Ellen eingeladen, vielen Dank!
01. traditioneller Neujahrs-Skitag von Claudia und Urs auf Corviglia; leider für einmal nicht dabei ist Maggi
Januar 2015


30.-02.08. nach der abwechslungsreichen Rundreise verbringen wir diese paar Tage gemütlich mit Baden, Lesen, Essen und Trinken und ein bisschen Joggen für's Gewissen im Iberotel in Marina di Ugento am Meer. In dieser grosszügigen und wunderschönen Hotelanlage waren wir vor zwei Jahren schon. Es ist immer noch tiptop, das Essen sogar etwas besser als letztes Mal. Damals lernten wir Bea und Piero mit ihren beiden Buben Livio und Alceo kennen und sind seither befreundet. Diesmal zog Reto mit Albert aus Frankfurt rum und machte die Kinderdisco unsicher. Mal sehen, ob sich daraus noch eine Geschichte ergibt; die beiden smsln sich jedenfalls noch. 
29. Auto holen lassen, checkout und Fahrt von Lecce nach Gallipoli auf der linken Seite vom 'Stiefelabsatz'. Weil Wochenende ist, sind einige unterwegs ans Meer. In Gallipoli finden wir am Corso Roma, d.h. am Hafen, einen Parkplatz und schlendern sogleich über den noch laufenden Fischmarkt mit allerlei Köstlichkeiten. Fische und Meeresfrüchte kaufen da ja nur die Männer ein, die sich mit den gefüllten Einkaufstasche auf die Vespas schwingen und davon fahren. Nach dem Kastell geht es weiter durch enge Gassen zur Kathedrale Sant'Agata mit üppig verzierter barocker Fassade. Innen ist die Kirche mit riesigen barocken Gemälden ausgemalt. Dann ein gemütlicher Spaziergang durch die Gässchen und ein lunch, dann noch eine Kette für Claudia und einen Korallenanhänger für Urs' Auto gepostet und weiter ging es die Küste hinunter nach Süden, bis wir im Iberotel in Marina die Ugento ankamen und nach kurzem checkin und Zimmerbezug schon das erste Mal am Pool liegen.

28.  nach dem Zmorge im Hotel geht es los mit dem Auto wieder an die Küste, südlich von Otranto, wo wir dann die Strasse nehmen in Richtung zum südlichsten Punkt Apuliens. Die Küste ist abwechslungsreich mit teils Felsen, teils Stränden, kleinen Dörfern, und man sieht CH-Nummernschilder auch so weit unten. Zwischendurch fahren wir ein Stück ins Landesinnere nach Tricase und trinken dort etwas. Die Piazza ist, wie im Führer beschrieben süditalienisch-bilderbuchmässig, ausser dass es die Tankstelle nicht mehr gibt. Ganz unten, am Capo Leuca bzw. an der Punta Ristola, machen wir ein paar Fotos und geniessen bei starker Hitze im empfehlenswerten Ristorante Rizieri pranzo. Auf der Rückfahrt nach Lecce machen wir Halt in Galatina, wo die Kirche Santa Caterina d'Alessandria einen Besuch wert ist. Innen ist die Kirche aus dem 14. Jh. über alle fünf Schiffe komplett mit Fresken ausgemalt, unglaublich; man könnte mindestens einen ganzen Tag darin verbringen, um alles zu entdecken. Znacht gibt es in Lecce noch einmal leichtere einheimische Häppchen-Kost gegenüber von der Chiesa del Gesù.
27. von Lecce aus fahren wir zuerst an die Adriaküste und dort durch das Naturschutzgebiet La Cesine, weiter der Küste entlang, bis wir nach Otranto kommen. Dort parkieren wir das Auto in der Sonne (wo alle parken müssen) und stärken uns zuerst nochmals vor dem Eingangstor zur Altstadt. Nach der Torre Alfonsina durch enge Gassen mit schmalen Häusern geht es zur Kathedrale Santa Maria Annunziata. Sehr beeindruckend das riesige komplett erhaltene Fussbodenmosaik aus dem 12. Jh., das praktisch den ganzen Kirchenboden bedeckt, und das von Menschen, Tieren und Fabelwesen wimmelt. Etwas gruselig im rechten Seitenschiff die Cappella dei Martiri, wo hinter Glas die Gebeine und Schädel von über 500 Menschen aufbewahrt sind, die 1480 von den Türken nach der Stadteroberung hingerichtet wurden. Auch der Stein, auf dem die Armen geköpft wurden, steht dort. Schön dann die darunter liegende Krypta mit 42 unterschiedlichen Säulen. Nach dem feinen Mittagessen in der Gasse und einer kühlen Flasche Rosé geht es ins Kastell mit schöner Aussicht ins Meer hinaus und einer derzeit laufenden Warhol-Ausstellung, die in den alten Räumen gut zur Geltung kommt. Leider ist dann die Basilica San Pietro geschlossen und eingepackt wegen Renovationsarbeiten. Diese byzantinische Kirche aus dem 10. Jh. wäre offenbar auch sehenswert - vielleicht ein ander Mal. Von Otranto fahren wir weiter südlich zu den Dolmen von Scusi bei Minervino, ein etwa 4000 Jahre altes Steingrab. Danach fahren wir durch gesichtslose Dörfer mit teilweise komisch angelegten Wegweisern, Olivenplantagen, karge Felder und Industriegebiete zurück nach Lecce.
26. In Lecce übernachten wir übrigens im schönen Rinascimento, das wie gesagt sehr zentral gelegen ist. Die Stühle im Zmorgesaal sind zwar unverständlich schwere Feauteuils, die Reto und auch die älteren Herrschaften im Hotel kaum allein bewegen können aber wir schaffen es trotzdem jeden Morgen, recht früh aus dem Haus zu kommen. Heute machen wir einen Rundgang durch die Altstadt, der als Ausgangspunkt wieder die zentrale Piazza d'Oronzo (etwa 100m vom Hotel) hat. Durch die Via Templari und weiter die Via Umberto I ist man rasch vor der umwerfenden Barockfassade der Kirche Santa Croce -  eine Fülle von Schnörkeln und witzigen Figuren und ein unglaublich reich verziertes Rundfenster. Daran anschliessend der Palazzo dei Celestini, wo die Provinzialregierung daheim ist. Wir schlendern weiter durch die Gässchen an Palazzi und an der oben 'abgeschnittenen', unvollendeten Kirche Sant'Angelo und der einen oder andern Kirche vorbei bis wir zur Porta Napoli kommen, dem alten Stadttor von 1548. Dann zurück ins Zentrum durch die Via Leonardo Prato an den Palazzi della Giustizia und Communale vorbei bis wir rechts abbigen Richtung Dom. Den Zmittag nehmen wir in der Trattoria San Carlino in der Nähe vom Dom - so gross die Portionen, wir mögen nicht alles. Der Domplatz wird als einer der schönsten Plätze Italiens beschrieben und er ist wirklich einmalig mit dem Palazzo del Seminario, dem Seminarbrunnden und dem Bischofspalast, an den über Eck dann der Dom Santa Maria dell'Assunta grenzt mit dem Prunkportal der Nordfassade. Aus dem Dom werden wir von Arbeitern vertrieben, die nicht wollen, dass man Zeuge ihrs Versuchs wird, ein restauriertes Bild wieder an seinen alten Platz über dem Altar aufzuhängen. Die Entschädigung ist dann der Blick hinauf zum 68 m hohen Campanile. Wir gehen weiter durch die Innenstadt mit Läden, engen Gässchen, vorbei an alten Palazzi und Kirchen, Jesuiten-Kolleg und am römischen Theater, an der wiederum sehr sehenswerten Kirche San Matteo, von wo es nach dem einen oder andern Schlenker dann nicht mehr weit ist, bis zu unserem Hotel. Da sind insgesamt ein paar Kilometer zusammengekommen und Reto hat kaum reklamiert. Nach der Dusche gibt es den Znacht nun doch noch im wirklich empfehlenswerten (spannendes Menu), familiären Ristorante alle due Corte. Wir schlendern zurück zur Piazza d'Oronzo und dort ins Caffe Alvino mit riesiger Auswahl an kleineren und grösseren dolci e pasticcerie. Ein caffé in ghiacco con latte di mandorla ist nichts falsches. Doch das Auge isst auch mit und so hamstert Urs kurzerhand ein gutes Dutzend dieser Köstlichkeiten, um dann draussen am Tisch festzustellen, dass Reto und Claudia nicht/kaum mithelfen werden. Mit gewissem Unverständnis, weshalb man sich diesen südlichen Verführungen standepede verweigern kann, stopft Urs halt diese Gaumenfreuden selig unter die eigenen Rippen. Zugegeben, der Bauch war nun vor dem Schlafen wirklich voll. Doch auch beim Schreiben dieser Zeilen keine Reue, dass diese Extravaganz auch zu den vier Kilos extra nach den Ferien beigetragen hat.
25. Nach dem reichhaltigen Zmorge-Buffet verlassen wir die schöne Masseria und fahren nach Süden, manchmal mit Blick aufs Meer, bis Ostuni, dessen weisse Häuser schon von weit sichtbar sind. Wir finden oberhalb der zentralen Piazza della Libertà einen Parkplatz und kehren gleich in eines der Kaffees am Platz ein, mit Blick auf die Säule mit dem heiligen Oronzo obenauf. Frisch gestärkt geht es dann in einem leichten Spaziergang hinauf auf den höchsten Stadthügel, denn dort ist die Kathedrale. Sehenswert ist vor allem die Fassade mit nach innen und aussen geschwungenen Teilen und einer schönen Fensterrose. Gemütlich schlendern wir dann die eine Gasse dahin, die andere dorthin und staunen über die Sauberkeit. In der Osteria del Tempo Perso wollen sie uns nicht zum Zmittag; gemäss Führer sollte sie heute offen haben aber diese Info ist nicht nur in unserem falsch, auch in dem der beiden Engländer, die auch vergebens davor warten. Wir starten noch einen Telefonanruf, doch es läutet ins Leere. Nicht weit weg riskieren wir einen steilen Treppenabstieg zu einem andern Restaurant und finden Platz lauschig unter Bäumen und inmitten von Pflanzen. Das Essen ist sehr fein und reichlich. Reto findet seine schwarze Zunge dank der Teigwaren an Olivenpaste mindestens so interessant wie, dass die nicht im Teller sondern in einer kleinen Schüssel aus Teig serviert werden. Wir drehen noch ein paar Runden und sind dann bald wieder an der chiazza unten. Noch ein anderes Kaffee ausprobieren, zurück zum Auto und Weiterfahrt nach Lecce. Wenig Verkehr in der Stadt, trotzdem finden wir das Hotel nicht auf Anhieb, erst im zweiten Anlauf. Wenn man sich in der Altstadt aber mal orientiert hat, ist es nicht mehr schwierig, weil fast alle Sehenswürdigkeiten auch relativ nahe beieinander sind. Nach dem Zimmerbezug und dem Abgeben des Autos gehen wir die wenigen Schritte zur zentralen Piazza d'Oronzo mit einigen älteren Gebäuden und zu den Resten des römischen Amphitheaters. Von da geht es in wenigen Minuten die Via Visconti runter zum Kastell (zuerst normannisch, dann im 16. Jh. ausgebaut). Nach einem Drink zurück ins Hotel und kurz frisch machen. Dann muss Reto unbedingt und vor dem Nachtessen eine Spiegelsonnenbrille haben, weil die alte zu knapp geworden sei. Wir gehen vom einen Brillengeschäft zum andern; die Eltern haben eigentlich keine Mühe zu erklären, weshalb für die Sonnenbrille nicht 80 od. 130 EUR ausgegeben werden; der Sohnemann hat dafür eher weniger Verständnis. Es ist schon recht dunkel geworden, als wir auf einen nächsten kleinerer Laden stossen - Claudia und Reto kämmen das Sortiment durch und Urs erklärt, er checke schnell den Weg zum Restaurant, das er ohne Stadtplan finden will und das ca. 10 Min. von da weg sein sollte. Das Restaurant ist im Führer empfohlen für ländliche, ursprüngliche, lecceser Küche. Zwar die richtige Richtung aber ein Gässchen zu früh und dann ein ungeplanter Rundgang durch lecceser Gassen bis im zweiten Anlauf die richtige Gasse und auch das Restaurant gefunden werden können. Als Urs nach einem Tisch für 3 in ca. 20 Min. frägt, bekommt er ein mildes Lächeln. Immerhin nicht wegen des holprigen Italienisch, sonden weil komplett voll. Dafür rasch entschlossen für morgen reserviert. Wir gehen nicht mehr weit, sondern essen in der Nähe im unterirdischen Gewölbe eines Restaurants, das offenbar auch bei den schönen nicht mehr ganz jungen Einheimischen für Apero und cena beliebt ist. Übrigens, wie Reto spielen auch die italienischen kids am Tisch ganz gerne mit dem i-phone. Und noch ein übrigens: dank langem Suchen konnte eine Sonnenbrille (Polaroid) gefunden werden, mit der alle Beteiligten zufrieden sind...
24. Nach einem ausgiebigen Zmorge am reichhaltigen Buffet fahren wir ins Landesinnere von Savelletri nach Martina Franca. Der kleine Stadtrundgang beginnt an der Piazza XX Settembre und führt am Palazzo Ducale vorbei durch hübsche Gassen mit kleineren Häusern und Läden und gepflegten Barock-Palazzi. Vor der Kirche San Martino gruppieren sich die Gäste einer Hochzeitsgesellschaft für Fotos. Alle Frauen tragen gefährliche Highheels und fast alle Männer verspiegelte Pilotenbrillen zum schwarzen Anzug - das muss Süditalien sein. Nicht weit davon dann die Piazza Maria Immacolata mit dem Café Tripoli, wo wir mit panino u. pizza die beschauliche Ruhe geniessen. Dass der Fahrer des Audi A6 Avant die enge Rechtskurve in die noch engere Via Principe Umberto schaffte, war Millimeterarbeit - Respekt! Noch kurz die Rokoko-Kirche San Domenico angeschaut, dann zurück zum Auto und auf der einwandfreien frisch geteerten Strasse zurück in die Masseria, wo wir den Nachmittag am Pool ausklingen lassen. Das wieder sehr feine Nachtessen verdienen wir uns mit einem Sprint durch den Garten zum Restaurant. Der ist nötig, damit wir wegen des Wolkenbruchs nicht ganz durchnässt ankommen.
23. Der heutige Tag wird abwechslungsreich. Nach dem Zmorge und dem Versprechen des Concierge, dass bei unserer Rückkehr ins Hotel Palace die Dachterrasse offen sein wird, velassen wir Bari und fahren über Bitonto zum bekannten Castel del Monte, das Friedrich der Zweite bauen liess. Wir sind früh dort und können noch ohne Touristengedränge durch alle Räume und Türme schlendern. Als wir zum Auto zurückkehren ist es bedeckt und manchmal fallen ein paar Tropfen. Dafür ist es nicht zu heiss. Nachdem uns der Busshuttle wieder zum Parkplatz gebracht hat, geht es weiter von Dorf zu Dorf im Hinterland nach Süden, bis wir ungefähr um zwei Uhr in Alberobello ankommen. Beim Pastateller bestauenen wir zuerst die vielen Leute, die in die Gassen zu den trulli unterwegs sind oder die dort wieder hinaus kommen. Aber wir wollen uns das auch nicht entgehen lassen und lassen uns mit den übrigen Besuchern durch die Gässchen treiben und schweifen mal links, mal rechts ab. Sehr touristisch aber diese Menge von schönen Trulli muss man einmal gesehen haben. Reto und Urs lachen sich krumm über die unzähligen Kitsch-Sachen, die da verkauft werden. Reto entscheidet sich für einen Fuss aus Gips mit einem Magnet; der Fuss ist leuchtend blau und mit einem trullo angemalt - das richtige Mitbringsel-Geschenk für Leon. Das nächste Mal gibt es vielleicht doch noch den Schlabberbusen als Briefbeschwerer. Ziemlich überrascht, dass auf die Frage 'wer will eine Glacé' mit einem zweifachen 'nein' geantwortet wird, gehen wir zurück zum Auto und fahren weiter zur Castellana Grotte. Als wir kurz nach 5 an der Kasse stehen, erfahren wir, dass die nächste und letzte Führung inklusive hinterster Teil der Grotte um 6 anfängt und nur auf Italienisch gehalten wird. Aber das Warten lohnte: 2km Länge, 60m in die Tiefe, eine gigantische Fülle an unterschiedlichsten Tropfsteinformen und -farben, Grotten die bis zu 40m hoch sind - unglaublich und ein absolutes must, wenn man hier in der Gegend ist. Als wir weiter fahren, beginnt es einzudunkeln. Wir fahren auf einer kurvigen Strecke einem bewaldeten Höhenzug entlang, wo es die eine oder andere Villa zu erspähen gibt und unten sieht man die Ebene und die Adria. Da könnte man sich auch eine Bleibe vorstellen. Als es Nacht geworden ist, geht die Strasse hinunter in die Ebene, man wird mal hierhin, mal dorthin geleitet doch immer wieder auch ein kleines Schild, das anzeigt, dass wir zu unserem Hottel, der Masseria Torre Coccaro in Savelletri, richtig unterwegs sind. Als wir ankommen, sind wird doch recht geschafft ob der vielen Eindrücke und fangen nach einer kurzen Dusche mit dem Essen an, wo die meisten schon fertig oder beim Dessert sind. Hotel und Restaurant mit dem sehr freundlichen staff sind wirklich zu empfehlen. Wir haben ein grosses Zimmer, das liebevoll, nach italienischem country-house-Stil sehr gemütlich eingerichtet ist. Schade, werden wir nur zwei Nächte hier sein (allerdings ist das besser für die Ferienkasse...). Wir schlafen tief und fest.
22. Wir besichtigen die Altstadt von Bari und starten unten an der Piazza IV Novembre. Über die Piazza Mercantile und vorbei an der Colonna della Giustizia geht es durch Gassen zur Basilika San Nicola, deren Patron der Santiglaus ist. Wunderschön der schlichte, helle Innenraum mit dem Ziborium und die Fassaden. Unten in der Krypta gibt es einiges zu sehen: den Schrein mit den Nikolaus-Gebeinen, 26 antike Säulen aus unterschiedlichem Stein und eine Ikone mit dem heiligen Nikolaus, die der Kirche 1327 geschenkt wurde. Weiter geht es zum Kirchlein San Marco, das Venezianer im 11. Jahrhundert nach ihrem Sieg von 1002 über die Sarazenen in Bari errichtet haben. Leider ist sie geschlossen aber wir werden halbwegs entschädigt mit einem feinen selbst gemachten Eistee, den wir in einer Bar probieren. Nach kurzer Pause gehen wir weiter zum nächsten highlight, der Kathedrale San Sabino aus dem 12. und 13. Jh. mit dem wunderbar schlichten, harmonischen Innenraum. Die Krypta ist farbig weil barockisiert, zudem hat es Fresken aus dem 14. Jahrhundert und sogar eine Mumie, bei der es sich um die Heilige Colomba handeln soll, die bei der Christenverfolgung 273 mit 17 Jahren umgebracht worden sein soll. Neben dem rechten Zugang zur Krypta geht es noch tiefer unter die Kirche mit noch älteren geheimnisvollen Kammern und Gängen, die faszinierend ausgeleuchtet sind, und die zum Teil mit grossen und gut erhaltenen frühchristlichen Bodenmosaiken ausgelegt sind; unbedingt vorbeigehen, wir hatten das Glück dass wir drei ganz alleine waren und die geheimnisvolle Stille voll geniessen konnten. Ein Rundgang aussen um die Kirche herum lohnt sich auch. Draussen vor der Kirche sieht man nicht weit weg bereits das Kastell, das wir nach dem Mittagessen besichtigen. Auf dem Rückweg durch die Altstadt zum Hotel reservieren wir im al Pescatore für's Nachtessen. Wir staunen, dass Reto auch von Muscheln und Fisch im Rohzustand isst und nicht zu knapp. Nach dem ausgiebigen Znacht gehen wir durch die Altstadt zurück zu San Nicola und laufen den ganzen Weg auf der Via Venezia dem Lungomare entlang rund um die Altstadt zurück zum Corso und zum Hotel.
21. Heute geht es in die Sommerferien. Wir nehmen den S4 zum Flughafen Zürich, parkieren dort für die Feriendauer und fangen die Ferien im Flughafen wie immer mit einem Besuch im Starbucks an. Nach gut zwei Stunden Flug erreichen wir Bari, wo wir am Flughafen das Mietauto, einen Peugeot 308 mit schön viel Platz aber schwammigem Fahrgefühl, übernehmen. Im Dunkeln fahren wir in Bari ein und wir verpassen auch eine direktere Zufahrt zum Hotel. So nehmen wir einen Umweg und kommen vom alten Hafen her auf den Corso Vittorio Emanuele II, der Altstadt und Shoppingviertel teilt. Dann zwei kleinere Zusatzschlaufen, mit Zwischenrufen dass Urs etwas langsamer fahren soll, bis wir das Hotel Palace gefunden haben. Nach dem Einchecken stillen wir den Hunger nicht weit im Frà Bo am genannten Corso bei ganz feinen Pizze und herrlichen Apérohäppchen. Etwas später trifft auch die crew unseres Fluges - unerwarteterweise - im Restaurant ein. Leider ist die Dachterrasse geschlossen, so dass wir ohne Schlundsgi und Blick über die Dächer von Bari einschlafen müssen.
Juli 2012/Ferien in Apulien